Happy End fürs Stadtkassenportal

2013 für den Umbau des Marktplatzes abgebaut, schafft es jetzt eine Verbindung zwischen Innenstadt und Theater

Am 12. September wurde das Portal von Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann und dem Technischen Beigeordneten Dr. Gregor Bonin am neuen Platz enthüllt

Eine ganze Zeit lang mussten die Rheydter auf „ihr“ Stadtkassenportal verzichten. Im Jahr 2013 war das von Bildhauer Wilhelm Barutzky (1873-1962) gestaltete Portal beim Umbau des Rheydter Marktplatzes eingelagert worden. Grund: Der Eingangsbereich des Technischen Rathauses, an dem das es in den 70er Jahren eine zweite Heimat gefunden hatte, wurde abgerissen.

Ursprünglich zierte das Portal den Eingang eines Sparkassen- und Verwaltungsgebäudes am Marktplatz Rheydt, das 1914 neben dem Rheydter Rathaus von Walter Fischer (1879-1954) errichtet worden war und Mitte der 70er Jahre beim Bau des Karstadt-Gebäudes und der Tiefgarage am Marktplatz weichen musste.

Dem Wunsch der Rheydter Bürger entsprechend beschloss die Bezirksvertretung Süd vor zwei Jahren, das Portal wieder aufzubauen. In den städtischen Haushalt wurden dafür 200.000 Euro eingestellt- Sein neues Zuhause ist nun der Theaterpark an der Odenkirchener Straße. Gestern (12. September) haben Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin das Portal am neuen Platz enthüllt. Bei der kleinen Feierstunde konnten sie neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Erhalt des Stücks Rheydter Stadtgeschichte eingesetzt hatten auch die beiden Enkelinnen des Bildhauers Wilhelm Barutzky, Ingrid Clough und Gertrud Löhr, begrüßen.

Die beiden zeigten sich nicht nur von der restaurierten Natursteinfassade des Portals begeistert, sondern freuten sich auch über die künstlerische Gestaltung der dem Theater zugewandten Seite, die Matthias Stutte, Designer des Theaters Krefeld und Mönchengladbach, entwickelt hat: Sie zeigt ein Szenenbild der Orestie, dem ältesten überlieferten Theatertext und frühem Zeugnis der Demokratie. Darüber vermittelt die freche Leuchtschrift „irreal,-“ mit einem Augenzwinkern zwischen dem Theaterbau und dem Kaufhaus auf der anderen Straßenseite.

Eine gute Nachricht gab es bei der Feierstunde zur Enthüllung des Portals obendrauf: In naher Zukunft soll Fördermitteln aus der Sozialen Stadt Rheydt II der gesamte Eingangsbereich des Theaters und das Umfeld neu gestaltet werden. Erste Planungen – bei denen die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden – werden derzeit vorbereitet.

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