Mode und Literatur – zwei die zusammen passen wie eine Ausstellung im TextilTechnikum zeigt

Auf der Suche einer Verbindung zwischen Literatur und Textilien fällt einem am ehesten noch das Kopfkissen ein, mit dem man beim Lesen seinen Kopf stützt. Doch dass es da noch wesentlich mehr gibt, zeigt ab Sonntag, 21. Mai,  die Ausstellung „fashion&fiction“ zunächst im TextilTechnikum.

Die Ausstellung „fashion&fiction“ ist ein Projekt des TextilTechnikums unter der Leitung von Dr. Rita Mielke und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein.

Die Ausstellung „fashion&fiction“ ist ein Projekt des TextilTechnikums unter der Leitung von Dr. Rita Mielke und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein. Ein knappes Semester lang konnten sich dort Studenten aus den Textpassagen aus den Werken Sibylle Berg „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“, Noelle Châtelet „Es geschah in Schöneberg“ , Renate Kaiser „Miri maßgeschneidert“ und Monika Peetz „Die Dienstagsfrauen“ eine heraussuchen und diese in verschiedenen Bereichen in Arbeiten umsetzen. Dabei sind Modeillustrationen, Moodboards, Gewebe, Musterstücke, Entwürfe und Modelle entstanden. Natürlich spielen Mode und Textilien dabei auch inhaltlich in den jeweiligen Textpassagen eine Rolle. Erstaunlich ist jedoch, wie unterschiedlich die Interpretationen in den verschiedenen Arbeiten ausfallen und welche Ergebnisse dabei entstanden sind. So finden sich bei den Illustrationen fast klassische Modeillustrationen, aber auch welche, die in den Bereich Comic oder Manga gehen. Zu sehen sind in der Ausstellung zum Beispiel auch Kleidungsstücke und die Entwürfe für Kissenbezüge. Auch das Logo der Ausstellung ist von den Studierenden selbst entworfen worden. Für den Besucher dieser besonderen Ausstellung in der Ausstellung gibt es dazu noch etwas zu entdecken: eine mobile Hörstation. Hier können Besucher sich insgesamt zwei Dutzend kurze Hörproben mit drei bis fünf Minuten langen literarischen Textauszügen, alle natürlich mit Bezug zur Mode, anhören. Die Konstruktion einer Art Sounddusche ermöglicht es dabei, darunter selber alles gut hören zu können. Das Umfeld nimmt kaum etwas wahr.

Die Ausstellung „fashion&fiction“ im TextilTechnikum.

Im Anschluss an das TextilTechnikum wird die Ausstellung auch noch in der Stadtbibliothek, in Viersen, Willich, Ratingen und Krefeld zu sehen sein. Doch Dr. Karlheinz Wiegmann, Direktor des TextilTechnikums und des Museums Schloss Rheydt hofft darauf, dass noch mehr Stationen hinzukommen: „Wir würden die Ausstellung mit Hörstation gerne an viele weitere Orte verleihen. Das können Wartezimmer sein oder andere Orte, wo man vielleicht etwas Muse findet, sich die Texte anzuhören und sich eventuell auch ein paar der Illustrationen anzusehen. Klar ist, so wie die Ausstellung hier aufgebaut ist, funktioniert das sicherlich nur in ähnlichen Einrichtungen, aber vor allem die Hörstation ist vielerorts einsetzbar.“ Interessenten können sich im Museum Schloss Rheydt unter 02166/928900 melden.

Am Sonntag, 21.Mai können alle sie am Internationalen Museumstag aber erst einmal im TextilTechnikum ausprobieren. Im Rahmen der Sonntagsöffnung des TextilTechnikums  von 13 bis 17 Uhr wird die Ausstellung fashion & fiction dann eröffnet!

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