Nordring: Schallschutzwand soll Bürger vor Lärm schützen

Nordring: Schallschutzwand soll Bürger vor Lärm schützen

2,50 Meter hohe Lärmschutzwand zwischen Eickener und Süchtelner Straße

Luftaufnahme vom Ausbau am Nordring, Stand 10. KW

Mit großem Wohlwollen nahmen die Vertreter der Bezirksvertretung Nord und die Bürgerinnen und Bürger im Publikum zur Kenntnis, dass die Stadtverwaltung plant, im Bereich des gerade im Bau befindlichen Nordrings zwischen Eickener und Süchtelner Straße eine Schallschutzwand zu errichten. Sie soll Anwohner vor der Lärmbelastung durch die neue Straße schützen. Frank Gauch vom Fachbereich Straßenbau und Verkehrstechnik stellte die neuen Pläne jetzt in der Bezirksvertretung vor. Die endgültige Entscheidung fällt im Planungs- und Bauausschuss am 21. März.

Dass die Bauverwaltung von dem vor drei Jahren gefassten Beschluss abweicht und nun doch eine Schallschutzwand zusätzlich zum ohnehin geplanten Lärmoptimierten Asphalt errichten möchte, wurde in der Sitzung erläutert. Frank Gauch: „Das Gebiet im Bereich der Untereickener Straße hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich von einem Mischgebiet zu einem allgemeinen Wohngebiet entwickelt. Diese Veränderung, und die dadurch geänderte Gebietseinstufung, erfordert, gemeinsam mit der veränderten Verkehrsprognose, eine Aktualisierung der ehemaligen Lärmberechnungen.“

Im Abschnitt von der Eickener Straße bis zur Süchtelner Straße wird sich durch die Verlängerung des Nordringes die Verkehrsbelastung etwa verdreifachen, was zu einer spürbaren Erhöhung der Lärmimmissionen führen wird.

Die Lärmschutzwand wird 468.000 Euro kosten, die allerdings den städtischen Haushalt nicht zusätzlich belasten, weil Lärmschutzmaßnahmen bereits in der ursprünglichen Kostenberechnung enthalten waren und auch durch die Landesförderung für den Neubau der Straße gedeckt sind.

Damit die Anlieger nicht demnächst vor eine kahle Wand schauen wird der Straßendamm hinter der Lärmschutzwand mit Bäumen und Sträuchern intensiv begrünt. Die Baumallee in der Hohenzollernstraße wird mit dieser Maßnahme bis zur Straßenüberführung über die Eisenbahntrasse fortgeführt und bildet damit ein grünes Eingangstor zur Stadtmitte. Die Bäume werden über die Lärmschutzwände hinausragen und auch von der Straße gut zu sehen sein, da die Wände lediglich 2,50 m hoch sind. Fenster in Obergeschossen, die Wand nicht ausreichend geschützt werden, sollen Schallschutzfenster erhalten.

Im Bereich der Kleingartenanlage von der Eisenbahnbrücke bis zur Süchtelner Straße sind neben dem Einbau des lärmoptimierten Fahrbahnbelages keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Dies gilt auch im Bereich der Gewerbegebiete von der Süchtelner Straße bis zur Engelblecker Straße, da auch hier die berechneten Lärmimmissionswerte unter den Grenzwerten liegen.

Pin It on Pinterest