Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zum Jahreswechsel

Pressemitteilung von Freitag, 23. Dezember 2016 Stadt Mönchengladbach

 

Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zum Jahreswechsel

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen, hier senden wir Ihnen den Wortlaut des Grußwortes zum Jahreswechsel von OB Hans Wilhelm Reiners. Ihr pmg Team Liebe Mönchengladbacherinnen, liebe Mönchengladbacher,das Jahr 2016 neigt sich seinem Ende zu, und wir freuen uns auf den Wechsel ins neue Jahr. Die Feiertage bieten die Gelegenheit, ein wenig innezuhalten, einen Blick auf die vergangenen zwölf Monate zu werfen und einen Ausblick auf 2017 zu wagen. Für Mönchengladbach war 2016 ein sehr gutes Jahr in dem vieles vorangekommen ist, die Stadtentwicklung weiter an Dynamik gewonnen hat, neue Mitbürgerinnen und Mitbürger nach Mönchengladbach gezogen sind und die langfristige Perspektive in der Strategie mg+ Wachsende Stadt erste konkrete Züge in der Umsetzung angenommen hat.

Unsere Stadt verändert sich. Wir modernisieren unsere Infrastruktur, schließen Baulücken und planen neue attraktive innerstädtische Quartiere zum Wohnen und Arbeiten, verbessern in die Jahre gekommene Orte und Plätze, wie etwa den Sonnenhausplatz und gestalten Räume und Grünflächen neu mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Damit bieten wir auch jenen Menschen einen attraktiven Wohn- und Arbeitsort bieten, die sich zukünftig für Mönchengladbach entscheiden und zu uns ziehen. Dies geschieht nicht von jetzt auf gleich, sondern allmählich.  Mönchengladbach ist eine wachsende Stadt, die in vielen Bereichen auf eine qualitätvolle Entwicklung setzt.

Mönchengladbach hat in seiner Entwicklung in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht und befindet sich spürbar im Aufwind. Das spiegelt sich deutlich auch in der Außenwahrnehmung wider, denn auch überregional hallen zunehmend die positiven Schlagzeilen nach. Die Stadt gewinnt an Medienpräsenz und lässt dadurch aufhorchen. Dazu trägt unter anderem die angekündigte Teilnahme an der Tour de France 2017 bei. Dies ist eine großartige Gelegenheit, die Stadt medial weltweit einem Millionenpublikum zu präsentieren. Mit der Tour de France setzt sich die Reihe der sportlichen Großereignisse wie der Hockey-WM und Frauen Fußball-WM sowie dem vom Ski-Weltverband FIS ins Leben gerufenen spektakulären Wintersport-Spektakel „Big-Air“ im Nordpark fort.

Das besondere Highlight: Auf der zweiten Etappe, die von Düsseldorf nach Lüttich führt, wird Mönchengladbach am 2. Juli nächsten Jahres mit der ersten Sprintwertung ein herausragender Teil der Tour de France. Dass die Strecke dann auch noch über eine Strecke von mehr als 20 Kilometern quer durch unsere Stadt verläuft, ist ein besonderes Geschenk. Die Tour wird das größte Sportereignis im nächsten Jahr sein. Die Begeisterung ist bereits jetzt schon spürbar.

Mönchengladbach macht aber auch in anderer Hinsicht von sich reden: Vor kurzem hat der Internationale Kunstkritikerverband AICA das Museum Abteiberg zum „Museum des Jahres 2016“ gekürt und damit den besonderen Stellenwert des Hauses international unterstrichen. Was die Borussia im Sport, ist das Museum Abteiberg in der Kultur: Das Haus, das ganz im hollein’schen Sinne eine wichtige Rolle im urbanen Raum spielt und sich der Stadt öffnet, trägt in kultureller Hinsicht erfolgreich dazu bei, den Namen der Stadt weltweit bekannt zu machen. Die Auszeichnung zum Museum des Jahres ist ein Geschenk für Mönchengladbach“.

Ein ganz besonderes Geschenk für unsere Stadt sind die vielen Menschen im Sozialen, in der Kultur und im Sport, im kirchlichen Bereich und in der Flüchtlingshilfe, die sich mit Herz und Verstand ehrenamtlich im Stadtleben einbringen, freiwillig helfen, wo und wann immer sie können und damit Mönchengladbach ein ganz besonders menschliches Bild verleihen. Sie tragen vor allem dazu bei, den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Ihnen allen gebührt ein besonderer Dank.

Ohne die vielen Menschen, die sich für unsere Stadt einsetzen, die ihre Freizeit opfern und für andere da sind, wäre unsere Stadt ein ganzes Stück ärmer. In einer zunehmend von Egoismus, Rücksichtslosigkeit und mangelndem Respekt und Achtung geprägten Gesellschaft verdienen sie großes Lob, schließlich tragen sie als wichtige Säule der Gemeinschaft dazu bei, dass unsere Stadt funktioniert. Rat und Verwaltung haben dies erkannt und unterstützen mit Fördergeldern im verstärkten Maße das bürgerschaftliche, soziale  sowie kulturelle Engagement vieler, die sich im zunehmenden Maße mit der Stadt identifizieren.

Auch die Wirtschaft bringt sich in Mönchengladbach auf besondere Weise ein. So ist dem „Initiativkreis Mönchengladbach“ der Besuch zahlreicher nationaler wie internationaler Nobelpreisträger und Würdenträger, Forscher, Wissenschaftler, Musiker, Künstler und Sportler zu verdanken. Dem Engagement vieler Unternehmer zu verdanken und als „Geschenk“ im weitesten Sinne zu betrachten ist auch die Masterplaninitiative. Der Masterplan MG3.0, der mit der Strategie „mg+ Wachsende Stadt“ seine logische Fortsetzung findet, hat die Fundamente für zukünftige Entwicklungen gelegt. Die Roermonder Höfe als neues Stadtquartier sind auf der Baustelle. Andere wichtige Projekte der Stadtentwicklung wie die City Ost, die weitere Bebauung von Brachflächen an der Steinmetzstraße und die Überplanung des Areals  „Haus Westland“ sind noch in der Planung und klare Zeichen dafür, dass auch immer mehr Investoren von außen auf Mönchengladbach aufmerksam werden. Unsere Stadt spielt bundesweit wie international auch in der Immobilienwirtschaft eine zunehmend wichtige Rolle. Wichtige Zukunftsaufgaben in diesem Zusammenhang sind auch die Überplanung des Maria Hilf-Geländes, die Nachfolgenutzung des Polizeipräsidiums, die Neugestaltung des Rheydter Hauptbahnhofes und die Planung für ein neues modernes Rathaus, das nicht nur im Sinne eines verbesserten Bürgerservices den Kontakt zwischen den Bürgern und der Verwaltung stärkt, sondern zudem auch attraktive Arbeitsplätze bietet. Mit Blick auf die demographische Entwicklung stellen wir uns in der strategischen Entwicklung „mg + Wachsende Stadt“ im kommunalen Wettbewerb auf, um als für die Fach- und Nachwuchskräfte von morgen ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. 

Doch trotz aller Dynamik und positiven Entwicklung kann die Stadt die vor ihr liegenden Aufgaben finanziell nicht aus eigener Kraft meistern. Mit einem ehrgeizigen Sparprogramm strebt die Stadt seit Jahren den Haushaltsausgleich für 2018 an. Dennoch ist in vielen Bereichen – insbesondere im Bereich von Infrastruktur und Bildung – viel aufzuholen. Wir sind auf die Hilfen von Bund und Land angewiesen, um die von beiden übertragenen Aufgaben zu meistern. Auch hier bewegt sich in den nächsten Jahren viel: Das Investitionsförderprogramm des Bundes, die Förderung von Bund, Land und EU bei der Sozialen Stadt, die in Rheydt viel bewegte und schon bald auch in Mönchengladbach umgesetzt werden soll, sowie das Landesprogramm „Schule 2020“ lassen zukünftig Fördergelder in zweistelliger Millionenhöhe für Mönchengladbach erwarten. Kein Geschenk – aber ein Segen für Mönchengladbach.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, eine besinnliches und geruhsames Weihnachtsfest und alles Gute für 2017.

Ihr

Hans Wilhelm Reiners

Oberbürgermeister

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